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KUNSTVEREINMARCH


Insa Hoffmann | Ulrike Schräder

Begegnung

07. März 2020 - 29. März 2020

Aus der gegenständlichen Malerei kommend geht die Künstlerin Insa Hoffmann in ihren abstrakten Arbeiten Formgegensätzen, Texturen und Farbklängen nach, die sie aus der Naturbeobachtung schöpft. Ihre Malerei ist eine Erkundung der reinen Formensprache ohne ein mentales Konstrukt. Im Entstehen des Bildes geht es ihr um die Spannung zwischen dem kontrollierten, bewussten Vorgehen und dem Unvorhergesehenen, das aus der malerischen Geste entspringt und sich der Kontrolle entzieht. Ihre Arbeiten bewegen sich von der Naturbeobachtung mit dem Fokus auf Licht und Räumlichkeit  in Richtung Abstraktion, wo die malerische Spur eigenständig und aus Form Inhalt wird. Ihre Vorliebe für abstrakte Muster, für Schattenformen und außergewöhnliche räumliche Situationen spiegelt sich in ihren abstrakten Werken wieder, die von Tiefenwirkung und Licht erfüllt sind, aber auch Brüche und Irritationen. In ihren Werken geht es darum aus dem Chaos des Natürlichen eine bewegte Ordnung zu schaffen. Insofern sind ihre Abstraktionen nie rein formalistisch, sondern enthalten eine metaphorische Dimension.

 

Siebdrucke und Zeichnungen, aber auch malerische Techniken und Wachsschichtungen sind der Ausgangspunkt auf Papier, Holz und Leinwand der Simonswälder Künstlerin Ulrike Schräder. Ihr Anliegen ist es, sich mit graphischen Mitteln der Wirklichkeit anzunähern, auch wenn sie flüchtig und nicht greifbar ist. Schräder interessiert das Skizzenhafte, das Angedeutete, ein Herantasten vor allem an die menschliche Figur. In vielen Schichten, gemalt, gezeichnet, gedruckt (oft sind die Druckvorlagen Fotos von ihren keramischen Skulpturen), gekratzt und wieder bearbeitet, fügt sich ein Bild zusammen. Nach der Kombination von flinken spielerischen Skizzen mit intensiv ausgearbeiteten Flächen oder Drucken, werden Wachsschichten aufgetragen, die das Darunterliegende schützen oder transparent machen. Diese letzte Schicht eignet sich besonders gut, ein weiteres Zeichen oder Fragment einzuritzen und ähnlich wie eine Kaltnadelradierung zu behandeln. Durch das Wachs ist dieser Arbeitsschritt ein haptischer Vorgang. Schräder untersucht den Zauber der Bildentstehung und seiner Poesie, stellt dabei alles in Frage, außer dem Standpunkt, der ihr unumstößlich ist: die Würde und Aufrechte des Menschen.         

Einladung zur Ausstellungseröffnung
Freitag den 06. März 2020, 19 Uhr

Begrüßung und Einführung
Christiane Grathwohl-Scheffel, Kunsthistorikerin

Öffnungszeiten
samstags 16 - 18 Uhr, sonntags 11 - 17 Uhr.
Der Eintritt ist frei.